#89 Achim Reichel, „Ich hab das Paradies gesehen!“

Er ist einer der größten und wichtigsten Musiker der Deutschen Musikszene. Mit Sicherheit ist er der erste deutsche Superstar. Und wahrscheinlich ist er der einzige Hamburger, der je mit den Rolling Stones, den Beatles, Little Richard, Joe Cocker (und so weiter, und so weiter) auf Tournee war – als Frontman der legendären Rattles. Er hat sich musikalisch immer wieder neu erfunden, experimentiert, gemacht, geackert – und damit oftmals den Weg für neue musikalische Strömungen geebnet. Naja, und er hat natürlich jede Menge unglaublich gute Musik geschrieben, darunter Songs, die einen das ganze Leben begleiten; Ohrwürmer wie „Der Spieler“ oder „Aloha Heja He“.
Jetzt hat Achim Reichel endlich eine Biographie geschrieben („Ich hab das Paradies gesehen“). Und zu diesem Anlass hat er mich in meinem Tonmobil besucht. Das Gespräch ist voller toller Geschichten, eine Reise durch die Geschichte der Deutschen Musik seit den Zeiten im berühmten Starclub auf St.Pauli. Es war mir eine Ehre, Achim Reichel!

#88 Arist von Harpe, „Ich fand die MOPO immer cool“

Die Story kommt daher wie die moderne Inszenierung eines Märchens der Gebrüder Grimm. Ein edler Ritter macht sich unerschrocken auf, ein versinkendes Königreich zu retten. Allein, ohne jede Erfahrung, gegen jede Vernunft, aber mit dem Herzen eines Löwen und mit messerscharfem Verstand. Das Volk wischt sich die Augen, zweifelt, lacht, aber der unbeirrbare Edelmann lässt sich nicht beirren, überzeugt mit Konzept, (Business)Plan und eisernem Willen. Klingt wie ein Märchen. Und ist genau so geschehen mitten in Hamburg im Jahre 2020.
Arist von Harpe, Anfang 40, Manager, Unternehmensberater, digitales Blut, übernimmt im Alleingang ein traditionelles Hamburger Schwergewicht: Die gute alte „Hamburger Morgenpost“ – oder kurz „Mopo“. Die Bürde ist dem Neu-Verleger bewusst, vielleicht ist sie ihm sogar ganz angenehm. Mit Konzept und Klarblick modelt er die Mopo um, haucht ihr neues Leben ein und macht – so hört man – ihre Leser damit glücklich.
Wie Arist also eines Tages aufwachte, irgendwann im Herbst 2019, und dachte „Dann nehme ich die Mopo!“, das erzählt er mir in diesem Gespräch.

#87 Tobi Schlegl, „Du kannst Dir nicht vorstellen, wie hart der Alltag ist“

Tobi Schlegl nimmt den schwierigen Weg. Wir alle kennen ihn als gewitzten, eloquenten Moderator. Eine TV-Karriere von der andere nur träumen. Doch dann steigt Tobi vor ein paar Jahren plötzlich aus, kehrt Glam und Glitter den Rücken zu – und wird Notfallsanitäter. Ein knallharter Beruf, es geht um Leben und Tod, Entscheidungen, Verantwortung – „natürlich“ schlecht bezahlt und bis dato wenig beachtet. Jetzt überrascht uns Tobi mit einem Roman („Schockraum“), die fiktive Geschichte eines Notfallsanitäters. Düster, dunkel, blutig – und direkt in den Bestsellerlisten wiederzufinden. Das Buch berührt – und viel wichtiger: Tobi legt mit seinem Debüt den Finger in die Wunde. Es schwenkt das Rampenlicht auf eine Berufsgruppe, die Anerkennung und Aufmerksamkeit verdient. Und so wird aus dem (schwierigen) Weg eine Reise, und aus der Reise eine Mission.
Tobi und ich schauen hinter die Kulissen und sprechen darüber, was ihn bewegt und antreibt, wie es zu dem Roman gekommen ist – und warum er in seinem neuen Leben glücklicher und zufriedener ist denn je.

#86 Philipp Westermeyer, „OMR ist ein großer Spielplatz“

Unprätentiös, exakt, schnell. Auf den Punkt. Und unglaublich sympathisch. Das ist Philipp Westermeyer, der Mann, der mit dem Online Marketing Rockstars-Festival (OMR) jedes Jahr die internationale Digital-Szene nach Hamburg lockt – und inzwischen selbst die gute, alte South-by-Southwest in Austin/Texas etwas verstaubt aussehen lässt. Philipp ist Serienunternehmer und krempelt seit Jahren sehr erfolgreich den Werbe- und Marketing-Markt um. Genau hingucken, analysieren, ändern sind eben mächtige Werkzeuge, wenn man sie in der richtigen Reihenfolge einzusetzen weiß.

Wie aus Philipp Westermeyer DER Philipp Westermeyer wurde, das erzählt er in dieser Episode. Gleich ganz am Anfang lässt er ganz unverblümt direkt die Hosen runter – versprochen!

#85 Ralph Ruthe (Stubenhocker-Session), „Wir waren noch nie so viel im Wald“

Wann ruht Ralph Ruthe? Das Schwergewicht der deutschen Comic-Szene produziert quasi unermüdlich seine Sicht auf die Welt – intelligent, schlau, hintergründig und sehr, sehr lustig. Natürlich war das auch während der vergangenen Corona-Monate nicht anders. Seine Live-Shows hat er konsequent um ein Jahr verschoben, die gewonnene Zeit hat er in laufende und neue Projekte gesteckt. Ich spreche mit ihm in dieser Stubenhockerfolge über sein aktuelles Schaffen, seinen Kinofilm und unsere neue Corona-Wirklichkeit. Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen – und Februar 2020 kommt niemals wieder. Aber dafür kommt eben auch sehr viel Neues! – Wer mehr über Ralph‘s Leben erfahren möchte, dem empfehle ich dringend Folge 52 („Am Anfang habe ich Youtube gar nicht richtig verstanden“).

#84 Maren Jopen, „Nur mit leeren Händen kannst Du empfangen“

Maren Jopen bewegt. Reflektiert, klar, besonnen stellt sie sich besonderen Missionen. Missionen, in deren Mittelpunkt der Mensch innerhalb seiner Grenzen steht. Und dafür überwindet sie selbst Grenzen. Fast zehn Jahre lang baute sie das Projekt “Leonhard – Unternehmertum für Gefangene” auf. Dieser “MBA für einsitzende Straftäter” hat zahllosen inhaftierten Menschen Wege in die Selbstständigkeit – und damit auch Selbstbestimmtheit – aufgezeigt.
Seit zwei Jahren macht sie (auf den ersten Blick) etwas ganz anderes: Aber auch hier geht es darum, Grenzen zu überwinden und sie anschließend neu zu definieren. Sie führt die Organisation “Women’s hub”. Die Mission: Frauen dabei zu unterstützen, beruflich ihren selbstbestimmten Weg zu gehen. Und zwar ohne dabei zwischen Familie und Beruf auszubrennen.
In unserem Gespräch beleuchten wir diese beiden Stationen und schauen hinter die Kulissen des unermüdlichen Treibens der Unternehmerin Maren Jopen.

#83 Jan-Peter Schierhorn, „Du warst betrunken, ich war nur aufgeregt“

Hilfe! – Diese Folge dreht sich einzig und allein darum, was möglich ist, wenn alle mit anpacken und jeder sein Bestes gibt – und eben… hilft. Selbstlos, mit ganzem Herzen.
Jan Peter Schierhorn hat vor zwölf Jahren die gemeinnützige Organisation „Das Geld hängt an den Bäumen“ gegründet. Vergessene Menschen, die ansonsten eher am Rande der Gesellschaft leben, sammeln „vergessenes Obst“ und zaubern daraus den besten Saft der Stadt. Was als Idee eines Einzelnen anfing, ist zu einer wundervollen Kettenreaktion verschiedenster Menschen geworden. Ob die zärtlichen Cousinen Atze Schröder und Till Hoheneder, der Künstler Paul Schrader, die Betreiber der Barclaycard-Arena in Hamburg, Wolff Weine – sie alle verbindet die herzenswärmende Idee des Altruismus. Und was passieren kann, wenn alle gemeinsam anpacken und ihre Kräfte bündeln, das besprechen Schiri und ich in dieser Episode. Gänsehaut garantiert.

#82 Maike van den Boom, „Tapeziert Eure Küche mit Euren Träumen!“

Warnung: Diese Folge kann glücklich machen!
Leider findet man Deutschland in der Weltrangliste des Glücks immer auf den hinteren Plätzen. Warum ist das eigentlich so, und was machen die Menschen der vorderen Länder im Leben anders? Und was können wir von Ihnen lernen? – Bei Maike van den Boom fing die persönliche Glücksreise in der eigenen Küche an, als sie irgendwann ihr Leben umkrempeln wollte. Aus der Reise ist eine Expedition geworden – vielleicht sogar eine Lebensaufgabe. Sie hat seitdem einen Bestseller geschrieben (“Wo geht’s denn hier zum Glück”), ist erfolgreiche Sprecherin und Coach geworden – und lebt ansonsten ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben.
Und ganz exklusiv als Randnotiz bemerkt: Ein Leben als Assistenz von Corona-Papst Christian Drosten hat Maike van den Boom nicht – ich wiederhole: nicht – glücklich gemacht.

#81 Lisa Feller, (Stubenhocker-Session), „Ich habe große Erfolge bei der Kuscheltierparade gefeiert“

Was macht ein Bühnentier, wenn es in den Corona-Käfig gesperrt wird? Wir sprechen über den Tanz zwischen Homeschooling und dem Drang „stattzufinden“. Lisa erzählt vom Alltag einer Mutter und den zarten Anfängen wieder vor Publikum auftreten zu können. Am Ende bleibt die große Frage: Warum spielt Martha im Garten, während andere Kinder lernen müssen?

#80 Tom Belz, „…und manchmal kribbelt das Geisterbein“

Eine Prise Inspiration und Lebenskraft gefällig? Dann hört Euch die Folge mit Tom Belz an. Der 33-Jährige lebt sein Leben auf einem Bein. Und was für ein Leben. Seitdem er wegen einer Krebserkrankung im Kindesalter auf das zweite Bein qua Amputation verzichten muss, stellt sich der Sportler, Musiker, Autor und Erzieher besonderen Herausforderungen des Lebens. Immer dann, wenn Zweibeinige denken “das kann der Einbeinige nicht”, legt Tom den Schalter um und beweist, dass Schubladendenken nichts anderes als eine kleine, dunkle Kiste ist. 2018 hat er den Kilimanjaro bestiegen. Im Gespräch ergründen wir, was Tom antreibt, wohin er will, an welchen Projekten er zurzeit arbeitet – und warum er, aus meiner Sicht, die mit Abstand beste Visitenkarte hat. Und vor allem lernen wir etwas über Haltung, die Akzeptanz von Schicksal und über Gestaltungsfreiheit gegenüber dem eigenen Leben.

#78 Jan-Oliver Nannen, „Mit Mitte 40 ist keiner ein unbeschriebenes Blatt“

„Jan-Oliver hat mir den Glauben an die Liebe zurückgegeben“ sagt Atze Schröder über ihn. Nach 17 Monaten ist er zurück im Tonmobil. (Wer wissen will, wie Jan-Oliver zu dem geworden ist, was er heute ist – hört am besten Folge #16) Als Firmenlenker des Reisegepäckherstellers TITAN und Travelite ist Jan-Oliver im wahrsten Sinne des Wortes durch die Auswirkungen der Corona-Krise „gebeutelt“. Wir sprechen über Maßnahmen, das Durchhalten und wie man Mitarbeitern Zuversicht geben kann. Außerdem sprechen wir über die Liebe, tiefe Einsichten, großes Glück und Melodien, die bleiben….

#77 Micky Beisenherz, „Endlich Ich & ApoFika2020 Tourplanung“

Wie heißt es so schön: Nach der Tour ist vor der Tour. – Micky und ich besprechen erste Details der für den Herbst geplanten “Apokalypse und Filterkaffee”-Tour 2020. Ihr wisst schon: Micky mimt den weltgewandt-witzigen Gastgeber, ich bin der Sidekick, der nebenher den Kaffee brüht. Wir blicken in diesem Gespräch zurück auf die Highlights und Gäste der Shows im vergangenen Jahr und überlegen, ob es überhaupt irgendetwas gibt, was wir je besser machen könnten…?!

#76 Michael Trautmann, „Der Podcast ist meine Selbsttherapie“

Er gehört zur Liga der außergewöhnlichen Werbe-Gentlemen, er könnte fachlich und rein optisch der reifere Bruder von Don Draper aus der Serie Mad Men sein – ganz nebenbei hat er noch den deutschen Markenwald in den vergangenen 30 Jahren maßgeblich geprägt. Dabei war und ist sein Leben voller überraschender Wendungen – was von außen nach Karriere(planung) aussieht, das war stattdessen oft Glück, Instinkt und manchmal beides zusammen. Michael Trautmann spricht mit mir über diesen besonderen Weg. Aber auch über Druck, über das Loslassen, über Chancen, über das Leben – und natürlich über sein großes, wunderbares und so wichtiges Thema: New Work. (“On the Way to New Work” – gemeinsam mit Christoph Magnussen)

#75 Nilz Bokelberg (Stubenhocker-Session XIV), „Ich will die Band wieder zusammenbringen“

Wenn Königreiche früher ihre Macht manifestieren und über die nächsten Generationen sichern wollten, bimmelten nicht selten die Hochzeitsglocken. In der deutschen Podcast-Szene passierte vor wenigen Wochen Ähnliches. Der Godfather of Qualitätspodcasts Nilz Bokelberg heiratete seine Maria Lorenz, ihres Zeichens die vielleicht wichtigste und beste Podcastproduzentin des Landes. Mitten in der Corona-Krise gaben sie einander das Ja-Wort, maskiert und quasi gästefrei. Nilz und ich sprechen in dieser Stubenhocker-Session über diese etwas skurrile, aber eben auch sehr romantische Hochzeit, über nächste Projekte, über Nilz tiefes Verlangen, mit Atze Schröder einkaufen gehen – und über die geplante Live-Tour der famosen „Gästeliste Geisterbahn“, gemeinsam mit seinen Partnern Donnie O‘Sullivan und Markus Herrmann.