#70 Franziska Weisz (Stubenhocker-Session XI) „Ich habe jeden nach Boris Blocksberg gefragt“

Die Wiener Schauspielerin mit Wohnsitz in Berlin (die meisten kennen sie als Tatort-Kommissarin Julia Grosz kongenial neben Wotan Wilke Möhring) bezaubert mit umwerfendem Charme und Humor – und mit unbändiger Corona-Alltags-Resilienz.
In dieser Stubenhocker-Episode (aufgenommen Mitte Mai 2020) plaudern wir darüber, welche Auswirkungen der Shut-Down auf ihre Karriere hat, und was eigentlich die schönsten Momente sind, wenn ein neuer Film das Licht der Öffentlichkeit erreicht.
Wer ihr neustes Projekt bewundern möchte, der schalte Amazon Prime ein, dort sehen wir sie als Frau Martin, CEO des Martinshof in der Serie “Bibi und Tina”.
Und wer mehr über Franziska erfahren möchte, dem empfehle ich Folge #24 bei “Das Ziel ist im Weg”.

#69 Atze Schröder (Stubenhocker-Session X), „Wir haben die MS Europa in die Elbphilharmonie gefahren“

Atze ist neuerdings Hamburger. Und seit seinem Umzug in die schönste Stadt der Welt umweht den Comedian die zarte Brise der Erkenntnis. Und mit wachsender Erkenntnis entfalten sich fesselnde Fragen. Wie kommen T-Shirts gereinigt und gefaltet in den Schrank? Wie kauft man eigentlich ein? Was passiert auf einem Recycling-Hof? Wie steuert man ein Kreuzfahrtschiff durch den Hamburger Hafen? – Wie gut, dass Atze Andreas hat. Gemeinsam gehen die beiden diesen Fragen vor Ort auf den Grund. Der eine wundert sich, der andere wundert sich auch. Welten prallen aufeinander, und man hört, dass sich die Filialleitung der Metro bis heute nicht vollständig vom ersten gemeinsamen Besuch der beiden (“Wie zwei Erdmännchen in der Metro” – Folge #62) erholt hat. – In dieser Episode besprechen die beiden, was zuletzt geschah.

#68 Dr. Leon Windscheid (Stubenhocker-Session IX), „Die Hoffnung, dass sich die Gesellschaft zum Positiven verändert“

Leon haben wir bereits in Folge 47 kennengelernt. Der promovierte Psychologe, Jahrgang 88, hat sich seit seinem Millionen-Gewinn bei Jauch rund um sein Fach ein ganzes Bouquet an Disziplinen geschaffen, welches er mit großem Erfolg bespielt. Zusammen mit dem altersweisen (Ich darf das sagen) Comedian Atze Schröder ergründet er im Podcast “Betreutes Fühlen” die hellen und dunklen Ecken der Seele, in “In extremen Köpfen” analysiert er feinfühlig Menschen, die sich psychologisch besonderen Situationen befinden – vom akribischen Bankräuber bis zu Menschen, die jahrelang in Gefangenschaft leben mussten. Er schreibt Bestseller, ist gefragter Keynote-Speaker und ist Teil der Jury der Sat.1-Erfindershow “Wie genial ist das denn”.
In unserer Stubenhocker-Session sprechen wir darüber, wie und ob der Lock-Down mit der Gesellschaft verändert, wie Leon selbst mit der Situation umgeht – und warum er trotz aller Widrigkeiten die Hoffnung noch längst nicht aufgegeben hat.

#67 Dr. Reinhard Remfort (Stubenhocker-Session VIII) „Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort“

Dieser Mann ist Rockstar der Wissenschaft. Er ist der Physiker, dem der Chaos Computer Club vertraut. Er hat mit “Methodisch Inkorrekt” seit stolzen sieben Jahren einen extrem erfolgreichen Podcast (gemeinsam mit Nicolas Wöhrl), in dem er zweiwöchentlich wissenschaftliche Themen als schmackhafte Amuse Gueules präsentiert. Zudem ist er Co-Host der Show “Alliteration am Arsch” gemeinsam mit dem uns bestens bekannten Bastian Bielendorfer. Und so ganz nebenher ist Reinhard auch noch Dozent an der Hochschule Mannheim.
In unserer Folge sprechen wir ausführlich über seine ungewöhnliche Karriere, was ihn antreibt und wie aus einem Jungen aus Essen eine echte Rampensau geworden ist, die mit eigentlich trockenen Themen große Hallen füllt.

#66 Bettina Rust (Stubenhocker-Session VII), „Ja Genau! Weißt Du, was ich meine?“

Was für eine Stubenhocker-Episode! Während des Lock-Downs trifft Andreas O. Loff wohlbekannte Gäste aus früheren Folgen und schaut, was seit dem letzten Gespräch passiert ist – und wie die Corona-Krise ihr Leben verändert hat. Dieses Mal ist die bekannte Moderatorin und Journalistin Bettina Rust (“Hörbar Rust”) an der Reihe. Bettina ist nicht nur unglaublich schlau, eloquent, charmant und hat die vielleicht aufregendste Stimme des Landes, nein sie hat zudem einen blitzschnellen und explosiven Humor. Mit dieser Mischung streifen wir durch den (schwierigen) Corona-Alltag, fragen uns, ob Mäuse den Tod im weißen Pflanzkübeln grundsätzlich bevorzugen – und ergründen das zarte Seelenleben von Staubsauger-Robotern.

#65 Donnie O’Sullivan (Stubenhocker-Session VI) „Du willst ja nicht ewig der Hund-Augen-Mann sein“

Content is king. Diese goldene Regel des Showbiz ist aktueller und richtiger denn je. Donnie ist Comedian, Autor, Host. Er ist “Content-Creator”. Und er ist einer der allerbesten seines Faches. Wie er das wurde, was er ist, erzählt er in Episode #28.
In der heutigen Folge sprechen wir über sein aktuelles Projekt, das in Zeiten von Corona ganz hervorragend funktioniert: Donnie hat vor einigen Monaten technisch aufgerüstet und produziert für die Zuschauer auf der Game-Streaming-Plattform Twitch hochinteressante und sehr unterhaltsame Shows, indem der Spiele durchspielt und diese dabei schlau und amüsant kommentiert.
Donnie plaudert aus dem Nähkästchen und erklärt, wie er mit seiner Show Geld verdient, wo sich die Spreu vom Weizen trennt – und warum diese Show gerade sein “Beruf” ist.
Viele Episoden findet man übrigens auf YouTube.
Seine “Star Wars”-Folgen oder seine Verwandlung zum “Trucker Donnie” auf Deutschlands Straßen sind legendär.

#64 Patrick „Coach“ Esume (Stubenhocker-Session V), „Ich sehe momentan aus wie ein Sack Schrauben“

Seit seinem ersten Besuch in meinem Tonmobil im Mai 2019 ist unglaublich viel passiert: Patrick “Coach” Esume ist quasi der höchste Sachverständige in Deutschland, wenn es um American Football geht. Den Hamburger mit der “vorlauten Klappe” kennen inzwischen auch die meisten Fußballfans, seit er mit seiner delikaten “Motivationsrede” für die U21-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft die Bild-Zeitung empörte.
Aber was den einen empört, das den anderen nicht stört – Spieler und Bundesliga-Vereine rufen seitdem an und suchen seine Unterstützung als Coach und Berater.
Wir sprechen aber auch über den extrem erfolgreichen wöchentlichen Podcast “Football Bromance”, den er gemeinsam mit dem ehemaligen NFL-Spieler Björn Werner im Sommer startete – und der inzwischen fast 1 Mio. Abonnenten zählt.
Am Ende werden wir beide philosophisch und lösen ergriffen in einem Streich die Mobilitätsprobleme der Gegenwart.

#63 Lucas Vogelsang (Stubenhocker-Session IV), „In der Wüste habe ich Rommels Fahrer gefunden“

Das großes Talent des Lucas Vogelsang ist der virtuose, fast chirurgische Umgang mit Sprache. Er nennt sich selbst Reporter, ist aber viel mehr als das: Autor, Beobachter, Kritiker, Journalist, Fußballexperte – umtriebiger Geist.
In diesem offenen Gespräch beschreibt der Berliner – er würde vielleicht “Spandauer” bevorzugen – seine Faszination fürs Schreiben, die Anfänge seiner Karriere und die wunderbaren Wendungen seitdem.
Fußballfans kennen seinen revolutionären (pure Poesie) und preisgekrönten 11Freunde Liveticker, oder das wöchentliche Podcast-Highlight Fußball MML (im Trio mit M. Beisenherz und M. Nöcker). Er hat sich aber vor allem einen Namen im Feuilleton der Republik gemacht für seine Reportagen und Bücher. 2019 ist das wunderbare Buch “Was wollen wir denn hier. Deutsche Grenzerfahrungen” erschienen, die berührende und beklemmende Zeitenreise durch die Republik gemeinsam mit Joachim Król.

#62 Atze Schröder (Stubenhocker-Session III) „Wie zwei Erdmännchen in der METRO“

“Ich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben. Alten Leuten helfen – und sei es nur, für sie zur METRO zu gehen und einzukaufen”, meinte ich neulich am Telefon. “Das ist aber lieb von Dir, Loffy. Dann treffen wir uns gleich morgen um 9:30!”
So also geschah das Unvermeidbare. Atze Schröder und ich verbrachten den nächsten Vormittag bei dem Großhändler in Hamburg. Und der alte Mann aus dem Ruhrpott brauchte tatsächlich Hilfe, war in seinem ganzen Leben doch höchstens zehn Mal alleine einkaufen – also quasi ohne jede praktische Erfahrung. Im Ernst!
Und so kam es zwischen den Kühlregalen der METRO zum grotesken Gipfel der Überlebenskünstler: himmlische Ahnungslosigkeit vs. Hamburgische Vorratshaltung. Natürlich eskalierte unser Ausflug bei den Spirituosen und mündete im besinnungslosen Hamstern von hochprozentigen Köstlichkeiten.
Wir berichten in dieser Folge ausführlich.

#61 Bastian Bielendorfer (Stubenhocker-Session II) „Ich hoffe, Micky Beisenherz hat einen sehr kleinen P***s“

Man könnte behaupten, Basti wäre von Günther Jauch gezwungen worden, einen Bestsellerroman nach dem anderen zu schreiben.
Inzwischen ist der Diplompsychologe aber hauptberuflich unter anderem Comedian, Moderator und Podcaster.
Wir sprechen über seine Jugend, die gigantische Videospielsammlung, seinen Vater, seine Podcasts und über das Geschlechtsteil von Micky Beisenherz.
Natürlich sprechen wir auch darüber, wie Corona sein Arbeitsleben beeinflusst und wie man mit der Isolation umgeht.

#60 Stubenhocker-Session I: Oli.P

Das erste Gespräch im Locked-down-Modus, maximales social distancing auch im Wohnmobil – ab sofort finden Gespräche virtuell, also nicht mehr direkt im Winnebago, statt.
Oli.P und ich sprechen über die aktuelle Lage – und wie wir damit umgehen. Dieses Mal ist es also kein klassisches Interview, sondern ein offener Austausch darüber, was uns in dieser Zeit (wir stehen ganz am Anfang der Krise) ganz persönlich bewegt.
Wir wagen einen Rückblick auf die Zeit vor Corona (“damals!”) – und fragen uns, wie eine Welt danach aussehen wird. Und weil wir beide gnadenlose Optimisten sind, finden wir in der Krise eben auch die guten Aspekte. Warum aber in Italien und Spanien Kondome ausverkauft sind, in Deutschland jedoch Klopapier – diese Frage lässt uns ein wenig betroffen, fast ratlos, zurück.

#59 Niko Backspin, „…jetzt fällt auf, dass die wirklich so sind, wie sie rappen – und dann ist auf einmal Empörung“

Backspinning ist die Königsdisziplin am Plattenteller, wenn DJs zum HipHop-Beat das Vinyl beackern. Die Kunst der coolen Fuge – sozusagen. „Backspin“, so heißt das Magazin, das die Szene seit 1994 zusammenhält und dessen Gesicht Niko ‘Backspin’ Hüls ist.
Der Hamburger gilt zu Recht als wichtigster Kenner und Journalist der Szene.
Wir sprechen darüber, wie das alles begann, wie Niko seine große Liebe zum HipHop entdeckte – und wie er Backspin als Marke erfolgreich weiterentwickelte.
Natürlich kommen wir nicht umhin, den Beef im deutschen Straßen-Rap und die Kampagne #unhatewomen zu diskutieren. Namen wie “Fler” oder “187 Strassenbande” fallen seit Jahren mit ihren frauenverachtenden und gewaltverherrlichenden Texten auf – und nun regt sich Widerstand.
Aber bringt der auch was?

#58 York Hovest (Teil II), „50 Tage über den Atlantik rudern: Die krasseste Erfahrung meines Lebens“

Drei Männer die in einem Boot 50 Tage über den Atlantik rudern. Ja, RUDERN.
York hat dieses Abenteuer mit seinen Freunden erlebt – ohne Begleitboot mutterseelenallein über den großen Teich, um auf eine gute Sache aufmerksam zu machen: „Heroes of the sea“ ist eine von ihm gegründete Initiative zur Rettung der Weltmeere.
Was die Jungs auf der Überfahrt erlebt haben, warum ein Lammfell Ihnen quasi den Hintern gerettet hat und wieso man plötzlich Kindergeschrei und einen Krankenwagen auf dem Ozean hört – genau darüber sprechen wir in dieser Folge.
P.S. Wer wissen will, wie York zu dem geworden ist, der er heute ist, hört unser erstes Gespräch in Folge #49

#57 Jörg Offer aka Don Jorge, „Die Bilder lassen mich nicht mehr los“

or ihm benehmen sich selbst die harten Jungs in den Favelas von Rio de Janeiro wie bleichgesichtige Chorknaben.

Vor ihm benehmen sich selbst die harten Jungs in den Favelas von Rio de Janeiro wie bleichgesichtige Chorknaben. Verpackt in der Hülle eines gestanden Wikingers führt der freischaffende Macher/Künstler/Denker/Musiker/Produzent/Menschenfreund Jörg Offer ein randvolles, sehr beeindruckendes Leben und Werk.
Wir tauchen tief in seine Zeit als Musiker (mehrere Top10 Chartplatzierungen), Produzent und A&R-Manager, damals als sich die Musikindustrie noch reich und unersetzlich fühlte – und von Spotify noch nichts ahnte. Wir beleuchten seine anschließende Karriere als erfolgreicher Werbe- und Dokumentarfilmer (Regieduo The Dons) und weitere Projekte auf seiner Lebensreise.
Ab Minute 35 finden wir uns plötzlich auf Lesbos wieder – inmitten der ausbrechenden Flüchtlingskrise 2014. Das ging unter die Haut…