#109 Ingmar Stadelmann, „Als erstes wurde einem der Dorf-Nazi vorgestellt“

Die Hansestadt Salzwedel ist (welt)bekannt für zwei kulinarische Hochgenüsse: Hochzeitssuppe und Baumkuchen. Vorspeise und Dessert. Und der Hauptgang? Da darf es gerne etwas scharfzüngiges sein. Pointiert, witzig, schnell. Auch untenrum. Aber aus Salzwedel, bitte.
Mein heutiger Gast Ingmar Stadelmann ist in dieser kleinen, beschaulichen und sehr charmanten Stadt vor den Toren Magdeburgs groß geworden. Die ersten 10 Jahre seines Lebens noch zu Zeiten der DDR.
Seitdem ist viel passiert. Der Stand-Up-Comedian und Moderator hat in den letzten Jahren eine steile Karriere hingelegt – ob auf der Bühne (“Fressefreiheit” und “Verschissmus”), im TV oder im Radio. Und natürlich hat er auch einen sehr hörenswerten Podcast (“IIS”). In diesem Gespräch schauen wir hinter die Kulissen des 40-Jährigen und entdecken einen – mal wieder – außergewöhnlichen Werdegang



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#108 Costa Meronianakis, „Wie sehr muss man diese dämliche Soße denn lieben?“

Meinen heutigen Gast versehe ich mit fünf Attributen: Scharf, klar, knarzig, schonungslos, unbequem. Micky Beisenherz schafft das etwas elegantere Bild und meint „Der Kerl ist ein Gentleman, gefangen im Körper eines Frankfurter Straßenköters“. Die Rede ist von geringerem als Costa Meronianakis.
Der ehemalige Rapper mit griechischen Wurzeln hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Geheimtipp der Comedy-Szene entwickelt und ist gern gesehener Gast auf kleinen und großen Bühnen. Wir sprechen sehr offen darüber, wie er die Corona-Zeit mehr oder minder gut übersteht, und fühlen nebenbei den Puls der deutschen Comedy-Szene.
Wir schauen aber auch auf die mitunter erstaunlichen Blüten und (vielleicht krankhaften) Geschwüre dieser Pandemie, wie zum Beispiel das seltsame Verhalten von mehr oder weniger prominenten Menschen auf sozialen Medien wie Clubhouse, Instagram und – Achtung, festhalten – Podcasts.
Aber wie gesagt: Dieser Mann nimmt kein Blatt vor den Mund. Auch wenn es manchmal wehtut.


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#107 Nono Konopka, „Ein richtig gutes Leben“

„Wenn Dir gerade Mut fehlt, dann lies dieses Buch!“. Das sagt der beste Pokerspieler der Welt, Fedor Holz. Ich erweitere diese Aussage: Lernen Sie diesen Mann kennen und lassen sich dazu inspirieren, das eigene Leben neu zu betrachten! Nur mal so. – Der Hamburger Nono Konopka ist derzeit in aller Munde. Mit seiner atemberaubenden Dokumentation „Biking Borders“ berührt er derzeit (gemeinsam mit seinem Freund Max Jabs) weltweit ein Millionen-Publikum auf Netflix. Die beiden sind vor drei Jahren neun Monate lang ziemlich tollkühn mit dem Fahrrad nach China „geradelt“ (ein passenderes Wort wäre vielleicht „geochsentourt“). Und zwar für den guten Zweck: Die beiden sammeln Geld, um Schulen zu bauen. Die Lehren aus diesem Abenteuer hat Nono nun in einem sehr empfehlenswerten Buch zusammengefasst. Es heißt „Lektionen für ein richtig gutes Leben“. Wie kann ein 26-Jähriger junger Mann ein Buch mit so einem, sagen wir mal, herausfordernden Titel schreiben? Muss man dafür nicht mindestens 76 sein? Mit dieser Frage im Kopf bin ich in das Gespräch gegangen und habe erstaunlich viele gute Antworten gefunden. Nono Konopka ist eine schlaue, alte Seele mit sehr viel positiver und inspirierender Energie. Eine echte Bereicherung.
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#106 Ralf Moeller, „Erstma‘ machen“

Träumen Sie (oder Ihre geliebten Kinder) von einer Karriere in Hollywood? Englisch ist aber nicht so gut, und die Ausbildung ist auch nur – na, sagen wir mal, durchwachsen? Dann hat der legendäre Ralf Möller ein passendes Buch für Sie. „Erstma‘ machen!“, so der Titel. Und der Titel ist Programm, der rote Faden durch dick und dünn, aus dem Ruhrpott direkt nach Los Angeles. Der Recklinghausener Jung, Jahrgang 1959, machte sich in den späten 70er Jahren auf, ein Großer zu werden. Ohne Scheu und Angst („Hatte ich keine Zeit für“), aber mit ungeheurem Tatendrang und zähem Willen hat der Schauspieler und Bodybuilder (Mr. Universe, Mr. Olympia) eine einzigartige Karriere hingelegt. Wir alle kennen ihn aus diversen internationalen Kinoerfolgen („Cyborg“, „Gladiator“) und zahlreichen TV-Serien, als bester Kumpel vom Terminator, Arnold Schwarzenegger.
In dieser Folge spreche ich mit Ralf über seinen ungewöhnlichen Weg – und was es braucht, seine Träume wahr zu machen. Er zeigt aber auch, dass es keine Abkürzung gibt zu Ruhm und Reichtum.
Gastrollen in dieser Folge: Tommi Schmitt, Donnie O’Sullivan & Micky Beisenherz

#105 Atze Schröder (Abenteuerfolge), „Das ist so gut, ich könnte heulen“

Hamburg ist bekannt für seine exzellenten KöchInnen mit Promi- & (gelegentlich auch) Kult-Status. Neu-Hamburger Atze Schröder wiederum ist bekannt als „kein Kostverächter“, Champagner-Experte und guter Esser. Was jedoch die wenigsten wissen: Der Comedian stellt sich so ziemlich jeder Herausforderung, die sich ihm in den Weg stellt. Und wer sich erinnert, wie Atze vor einigen Monaten zum ersten Mal in seinem Leben im Großhandel mit mir einkaufen war (Folge 62), der hat eine leise Idee, wie es um seine Erfahrung in der Küche steht. 0 Punkte von möglichen 100.
„Versteckt die Messer“, möchte man also rufen. Oder wenigstens: „Warnt die Nachbarn!“ – Aber weit gefehlt: Hier hat sich ein Mann vorbereitet und entfaltet ein bisher verborgenes Talent. Alfred Biolek wäre hingerissen!
In dieser Episode begleite ich also Atze Schröder in seiner Küche. Gekocht wird: veganer Hackbraten! Die Beilagen: Anekdoten, Seemannsgarn – und natürlich Champagner.

P.S.: Link zum Rezept (Seite 52)
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#104 Özcan Cosar, „Zähne zusammenbeißen!“

Als der Comedian und Schauspieler Özcan Cosar Ende 2019 den Deutschen Comedy Preis gewann, war der Plan ziemlich einfach gestrickt: Erfolgswelle reiten, 2020 wird getourt. Neues Bühnenprogramm, größere Hallen, mehr Städte, mehr Menschen. Aber schon wenig später war klar, dass alle Pläne auf Eis gelegt werden mussten. Erst für ein paar Wochen. Dann Monate. Das Corona-Virus lässt grüßen. Wir alle können ein Lied davon singen.
Aber wie geht jemand wie Özcan mit der Situation um? In dieser Episode nehmen wir die Frage auf und streifen durch ein erstaunlich ereignisreiches Jahr 2020. Wer seine Biographie kennt (Ich empfehle Episode 40, dort sprechen wir über seinen Werdegang), der weiß, dass Özcan sein Leben lang unglaublich wendig und vielseitig war. Oder sagen wir besser: anpassungsfähig. Und genau diese Eigenschaft kommt ihm in dieser Krise zugute. Mit viel Optimismus probiert und startet er neue Projekte und macht das beste aus der Situation.
Und eines noch: Özcan nutzt im Alltag ein erstaunlich mächtiges Tool, das quasi ständig zum Einsatz kommt: Dankbarkeit.

#103 Nash Nopper, „Es war eine geile Zeit“

Sie ist seit über 15 Jahren „die Fachkraft vor Ort“ bei den Fanta4 und hält im Hintergrund als „liebevolle Gouvernante“ streng die Zügel zusammen, wenn Thomas D, Smudo, Michi Beck und And.Ypsilon auf Tour sind. Das allein klingt wie eine Mischung aus Fulltime-Job und Lebensaufgabe. Nash Nopper ist aber nicht nur Künstlermanagerin, sondern auch sehr erfolgreiche Promoterin vieler namhafter deutscher und internationaler Künstler. Reichweite ist also ihre Währung, Musik ihr Metier – und sie ist immer dann gefragt, wenn Musiker ein neues Album veröffentlichen oder auf Tour gehen.
In dieser Episode plaudert Nash aus dem Nähkästchen und gibt uns einen wunderbaren Einblick in diese sehr bunte Welt. Übrigens eine Welt, die sich in den vergangenen 20 Jahren komplett neu erfinden musste. In der Musikindustrie ist seit dem Auftauchen der Tauschbörse Napster damals Ende der 90er Jahre nichts mehr, wie es vorher war. Nash hat die Zeiten der Disruption und des Wandels aus unmittelbarer Nähe miterlebt.

#102 Inga Wessling, „Instastory ist wie Inventur im Kopf“

Inga Wessling schämt sich weniger als andere, dafür nervt sie gerne ein bisschen mehr. Das sagt sie über sich selbst. Die TV-Autorin und Moderatorin entwickelt seit über 10 Jahren sehr erfolgreich Fernsehproduktionen und Kampagnen – und ist immer dann gefragt, wenn es darum geht, kreativ, frei und unkonventionell zu denken. Dafür filetiert sie messerscharf den Status Quo, um danach eine neue Erzählebene zu zaubern. Klingt ein bisschen nach Pipi Langstrumpf, aber dahinter steckt in Wahrheit sehr viel Arbeit, Ehrgeiz und – ja sagen wir es ruhig einmal – Resilienz. Inga ist ihrem Weg zum (Etappen-)Ziel viele Umwege gelaufen, und Außenstehenden dürfte lange nicht klar gewesen sein, wohin die Reise überhaupt gehen sollte. Mit frappierender Gelassenheit und unverstellter Zuversicht (auch Ihrer Eltern!) folgt sie ihrem eigenen Kompass – verbunden mit der wichtigen Gabe des Ankommens. Also anzukommen, um zu verweilen.
Ingas Geschichte ist ein wunderbarer “Ratgeber” für junge Leute, die am Anfang ihres Berufslebens stehen – und eben kein klares Bild zeichnen können, sondern “nur so eine Idee haben”. Und an dieser Stelle ein Shout Out an alle Eltern: Macht es so und nicht anders – glaubt bedingungslos an Eure Kinder!

#101 Oliver Wurm, „Immer ein bisschen freundlicher als nötig“

Vor einigen Wochen stockte uns allen der Atem, als wir mit ansehen mussten, wie ein Mob aufgeheizter Trump-Anhänger das Kapitol in Washington stürmte. Der vorläufig traurige Höhepunkt einer Serie von Angriffen auf die Demokratie der USA. Und so schlimm die Berichte über die Vorgänge auch sind, sie offenbaren, wie wertvoll, aber auch wie zerbrechlich, das gemeinsame Wertesystem ist. Das deutsche Grundgesetz gilt als vielleicht beste Verfassung der Welt, dennoch – und gerade deswegen – muss es Tag für Tag gelebt und verteidigt werden. Mein heutiger Gast Oliver Wurm ist in diesem Sinne ein wahrer Held: Nahezu im Alleingang hat er die Weis- und Schönheit des Deutschen Grundgesetzes erlebbar gemacht, indem er es in Magazin-Form neu veröffentlicht hat. Mit diesem wunderbaren Coup bringt er tausende Menschen dazu, sich mit den Werten unserer Gemeinschaft auseinanderzusetzen. Ein großer Wurf – kürzlich belohnt und gewürdigt mit dem Bundesverdienstkreuz. Aber natürlich steht Oliver seitdem nicht still, sondern packt weitere kleine und große Projekte an. Offen, ehrlich, grundgefestigt und stets optimistisch stellt er sich den gesellschaftlichen und kulturellen Fragen dieser Zeit und antwortet mit “Machen! Nicht nur denken!” – Das Magazin ist seine Bühne, die Welt ist sein Thema. Ob Diego Maradona (“Diego”), Olympiade in Tokio, das Neue Testament, oder ein Panini-Sammelalbum mit 200 Persönlichkeiten Hamburgs.
Oliver war schon einmal in meiner Show. In Folge 36 erzählt er, wie er zu dem wurde, was er heute ist.

#100 Micky Beisenherz, „Du bist wie meine Mutter!“

Licht aus, Spot an! 100 Folgen „Das Ziel ist im Weg“! Zu diesem Jubiläum hat sich Andreas Loff einen ganz besonderen Gast in sein güldenes Tonmobil eingeladen: Micky Beisenherz. Der Autor, Moderator, Entertainer, Podcaster und Journalist ist nicht zum ersten Mal in unserem Podcast. In regelmäßigen Abständen schaut er bei Andreas vorbei – oder wie er sagen würde: nach dem Rechten. Die beiden verbindet eine enge Freundschaft – hinter und auch auf der Bühne mit dem Programm „Apokalypse & Filterkaffee“.

Seit der ersten Episode von „Das Ziel ist im Weg“ im November 2018 ist viel passiert: Nicht nur in der Welt (damals, als wir noch Hände schüttelten), nicht nur in diesem Podcast, sondern eben auch bei Micky Beisenherz. Bekannt wurde der ebenso witzige wie analytische Wortjongleur mit seiner wöchentlichen Kolumne im Stern und als Gagschreiber der RTL—Dschungel-Show „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“. Fußballfans ist er bekannt aus „Fußball MML“ oder als Moderator der Weltmeisterschaft im Ersten. Inzwischen lässt er aber seinem politisch-gesellschaftlichen Kompass die Führung und begeistert ein großes Publikum mit seinem beinahe täglichen Podcast „Apokalypse & Filterkaffee“ (gerade zum Nachrichten-Podcast des Jahres bei Apple gewählt), seine Politshows „Artikel 5“ (Magenta TV) und „Timeline“ (N-TV) – sowie den „Kölner Treff“ (WDR)

#99 Steven Gätjen, „Wenn Du Bock hast: Mach!“

Er hat sich längst als perfekter Gastgeber in die Herzen des deutschen Fernsehpublikums moderiert. Oder wie andere sagen: Er ist der „Nette“ bei Joko und Klaas. Aber natürlich ist Steven Gätjen viel mehr: Bereits seit Mitte der 90er Jahre steht der Hamburger vor der Kamera und weiß wilde Geschichten zu erzählen aus den Zeiten bei MTV oder später bei Pro7 mit Stefan Raab. Und immer, wenn es drauf ankommt und gut werden soll, dann fragt man halt ihn – ob die Moderation einer Gala oder als Live-Reporter bei den Oscars in L.A.
Ach ja, so ganz nebenher ist Steven eine Art wandelndes Filmlexikon, nachzuhören in seinen Podcasts „Kino oder Couch“. Und an dieser Stelle, frisch und frech und kurz vor Weihnachten, rufe ich Steven und meinen lieben Freund und Filmexperten Bastian Bielendorfer (siehe Folge #91 und #61) auf, tief in den Cineasten-Spiegel zu schauen und zu fragen: „Wer weiß mehr in diesem Land?“

#98 Maria Lorenz-Bokelberg, “Das Lorenz-Bokelberg-Syndrom”

Sie ist quasi die Schutzheilige der deutschen Podcast-Szene. Seit über 10 Jahren sorgt die Gründerin und Geschäftsführerin der Berliner Produktionsfirma “Pool Artists” für Kreativität, Gravität und Qualität im dramatisch wachsenden Markt. Und sollte es einen Antipol zur angepassten, geschniegelten und gestriegelten (eben furchtbar langweiligen) Berater-Welt geben, dann ist sie es. Maria. Maria Lorenz-Bokelberg. Die Frau, die instinktsicher weiß, wie Formate funktionieren – und die uns immer wieder auch mit ihrem Ehemann, der VIVA TV-Legende Nilz Bokelberg, mit innovativen Podcasts beglückt.

Maria und ich sprechen in dieser bunten Episode über das Podcast-Geschäft in deutschsprachigen Raum und fachsimpeln über die Do’s und Don’t einer erfolgreichen Produktion. Etwas zu kurz kommt leider der Blick auf ihren außergewöhnlichen Werdegang. Daher an dieser Stelle ein Shoutout an Frau Lorenz-Bokelberg: Komm wieder, Maria!

#97 Matze Hielscher, „Scham behindert”

(Fast) neidfrei gebe ich zu: Wenn Angela Merkel jemals für einen Podcast interviewt werden sollte, dann von Matze Hielscher in seinem wunderbaren Format: “Hotel Matze”. Bereits seit vier Jahren lädt der 40-Jährige regelmäßig zum Gespräch. Feinfühlig, schlau, tiefgründig, informiert – das sind die Adjektive seines Stils. Nie entblößend, immer erhellend. Und so ist es kein Wunder, dass gleichwohl bekannte als auch interessante Gäste einchecken in seinem “Hotel”.
In dieser Folge (aufgenommen in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin) sprechen Matze und ich darüber, wie er zu dem wurde, was er heute ist. Denn natürlich ist auch er ein absoluter Quereinsteiger, der immer wieder zur rechten Zeit sein Herz in die Hand genommen und mutig Entscheidungen getroffen hat.
Naja, und Angela Merkel, so hört man, hat seine Einladung nicht abgesagt. Immerhin.

#96 Sascha Lobo, „Gewaltandrohungen gehören zum Alltag“

Er ist das kritische, stets mahnende Gewissen der digitalen Kultur in Deutschland. Als Autor, Blogger, Podcaster, Keynote-Speaker und Journalist ist er der Experte erster Wahl, wenn es um gesellschaftliche Auswirkungen der vielen neuen Realitäten des Internets geht – ob rechtsfreie Räume auf Social Media oder die Datenraubzüge der nimmersatten Riesen des Silicon Valleys.
Sascha Lobo erzählt in dieser Folge, wie er wurde, was er heute ist. Als Pionier begleitete der ehemalige Werbetexter die Entwicklung des Internets in Deutschland aus vorderster Reihe. Reflektiert, klar, weitsichtig blickt der „Mann mit der Frisur“ auf sein früheres und gegenwärtiges Tun, analysiert die Gesellschaft in Corona-Zeiten – und lässt uns dankenswerterweise ein wenig hinter die Kulissen gucken.

#95 Michael Mittermeier, „Apokalypse und Klopapier“

Reeperbahn, Hamburg. Abends. Ein goldener Van parkt auf dem Spielbudenplatz, die Davidwache im Rücken, den Kiez im Blick. Im Fahrzeug sitzen zwei Männer und unterhalten sich angeregt – der eine Hamburger, der andere Bayer.
Nicht ohne Grund habe ich Comedian Michael Mittermeier auf Deutschlands sündigster Meile getroffen. Vor fast dreißig Jahren hat er genau hier in Thomas Herrmanns Quatsch Comedy Club seine ersten Erfolge gefeiert. Seitdem ist er unaufhaltsam zu einem der erfolgreichsten Entertainer des Landes aufgestiegen; eine tragende Säule des deutschen Humorbetriebs sozusagen. Wir sprechen über die guten, alten Zeiten im QCC, über das Bühnenbesäufnis mit Mega-Star Dave Chappelle – und natürlich über Michls wunderbares neues Buch: „Ich glaube, ich hatte es schon: Die Corona-Chroniken“